Aktuelle Projekte
ÖQV-Vernetzungsprojekt Au / Horgen
Trägerschaft
Familien: W. Haab (Steinacher), A. Hauser (Haldenhof), U. Streuli (Üssere Rietwis) und weitere Landwirte aus dem Gebiet Au/Horgen.
Die Naturschutzvereine Horgen und Wädenswil sowie der Zürichsee Landschaftsschutz ZSL, die Gemeinde Horgen und die Stadt Wädenswil unterstützen das Projekt.
Begleitgruppe
Die Ziele des ÖQV-Vernetzungsprojektes werden durch eine Begleitgruppe umgesetzt. Diese wird von den Projektleitern Michael Erhardt und Michael Schlitner beraten.
Ziel
Erhalten der Hochstammobstgärten als prägendes Landschaftselement und als Biotop für seltene und bedrohte Brutvogelarten, Flora, Insekten, Reptilien und Amphibien.
Begleitmassnahmen
- Qualitative Aufwertung der bestehenden Öko-Flächen
- Neupflanzungen von Hecken und Gebüschgruppen
- Auslichten von Waldrändern und Schaffen von Waldrandpuffern
- Anlegen von Kleinstrukturen wie Steinhaufen, Asthaufen, Gebüschgruppen, Altgrasstreifen etc.
- Erhalten und Fördern der bestehenden vier kommunalen Riedwiesen/Feuchtgebiete in der Au (Pufferzonen)
- Aufwertung und Neuschaffung von Amphibienlaichbiotopen
- Aufhängen zusätzlicher Nistkasten
- Naturschutz Wädenswil, zusammen mit der Natur- und Heimatschutzkommission und dem Förster, plant verschiedene
Aufwertungen, welche das Tiefbauamt der Stadt Wädenswil ausführt.
Arbeiten
2004
- Im Kantonalen Naturschutzgebiet wird das Auried durch Schaffung von drei Weihern vom Kanton aufgewertet
- Im Längemoos/Längebergstrasse wird von Naturschutz Wädenswil ein Pioniertümpel geschaffen
2005
- Beginn Kartierung der Obstgartenvögel durch Ornithologen der Naturschutzvereine Horgen und Wädenswil
- Der Aktions-Erlebnistag „Natur und Puur“ wird von den Naturschutzvereinen Horgen und Wädenswil organisiert
- Ausdolen vom 250 m Tiefenhofbach, Ausführung Stadt Wädenswil
- Im Fuchsenbüel (Wädenswil) lichten Förster und das Tiefbauamt der Stadt den Waldrand aus
2006
- Hecke beim Schulhaus Steinacher, Pflanzung durch Naturschutz Wädenswil
- Sträuchergruppen am Tiefenhofbach, Pflanzung durch Stadt Wädenswil
- Schaffung von zwei Tümpeln am Meilibach von Naturschutz Wädenswil
- Kleintümpel am Waldrand Üsseri Rietwis, Erstellung NVV Horgen
- Das Auslichten des Waldrandes rund um das kommunale Ried am Zopfbach besorgen Eigentümer / Förster / Stadt Wädenswil
- Anlegen von sechs Kleinflächen durch Naturschutz Wädenswil und der Stadt Wädenswil, Ansäen als Blumenwiesen im Frühling 2007
2007
- Im Längenmoos Pflanzung von Sträuchergruppen und schaffen von Kleinstrukturen durch den NVV Horgen
- Am Stoffelweg Pflanzung von Sträuchergruppen durch die Stadt Wädenswil
- Pflegetag am Zopfbachried: Pflanzung von Gebüschgruppen und Erstellen von Kleinstrukturen, Naturschutz Wädenswil
- Schaffung eines Tümpels im Langacherried durch NVV Horgen, Finanzierung durch die Gemeinde Horgen
Standortbestimmung
Am 04. Juni 2007 - nach drei Jahren Projektlaufzeit - findet mit dem Kantonalen Amt für Land und Natur ALN eine Begehung statt.
Fazit: Das Projekt wird als gut beurteilt.
Handlungsbedarf besteht:
- Die Pflege der Vernetzungsflächen soll noch intensiver auf die Förderung der Ziel- und Leitarten ausgerichtet werden
- Die Information, Beratung und Motivierung der Bewirtschafter für Massnahmen im Rahmen des Vernetzungsprojektes sind zu intensivieren
2008
- Im Gebiet Üsseri Rietwies - Längeberg Horgen werden verschiedene Kleinstrukturen für Echsen und Reptilien durch Kursteilnehmer der ZVS- Feldornithologen geschaffen
- Am Pflegetag von Naturschutz Wädenswil wird der Waldrand am Fuchsenbüel von Brombeeren und Eschen befreit
- Am Nationalen Tag der Hochstamm-Obstbäme werden im Steinacher, Au Kleinstrukturen und Reptilienburgen geschaffen
- Bei der Schürffläche im Steinacher wird eine Wildbienen-Nisthilfe aufgestellt
- Für den Jahresvogel Turmfalke wird im Gebiet von der Hinter Rüti ein Nistkasten aufgehängt
- Im Meilibachtobel wird für Eulen-Käuze eine Nisthilfe geschaffen
- Um das kommunale Ried im Langacher, Au kann eine 10m Breite Pufferzone geschaffen werden, um die Sibirische Schwertlilie zu erhalten und fördern
Die Landwirte erbringen überdurchschnittliche Leistungen zugunsten der Biodiversität. Sie produzieren nicht nur Nahrungsmittel, sondern nehmen auch den Auftrag der Gesellschaft ernst, die Lebensräume und die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern.
